Montag, 30. April 2007
26. / 27. /28.April: Trip in den Norden nach Muang Ngoy
Servus alle zusammen, bin jetzt uebrigens gut in Vietnam (Hanoi) angekommen und fahre heute abend in den Norden Vietnams...

Am 26. und27. April habe ich dann endlich Luang Prabang verlassen und bin morgens mit einem kleinen Kahn den Mekong und dann den Nam Ou hochgeschippert.


Wir sassen auf klitzekleinenHolzstuehlen, die ungefeddert waren und eine Beinfreiheit eines Bierdeckels liessen. Vergleichsweise fuehlst Du Dich in der 1. KLasse bei den LTU Touribombern. DIe Landschaft auf dem Weg da hoch war aber herrlich und es kam eine ganz entspannte Stimmung auf. Nur das Motorengeraeusch ging mir dann nach 8 Stunden ziemlich auf die Nerven.





In dem Boot waren vier Hollaenderinnen und noch ein Deutscher (HARALD...) aus Magdebursch. Ich war aber irgendwie mehr mit mir beschaeftigt, weil ich eine Erkaeltung hatte und ich irgendwie die letzten Tage schlechtgeschlafen habe und immer frueh aufgewacht bin.

Ab und zu war der Wasserstand so niedrig, dass wir aussteigen mussten und den Kahn durch Stromschnellen schieben mussten. D.h., jedes mal wenn die Hosewieder einigermassen trocken war, gabs die naechste Dusche... Nicht gerade foerderlich fuer die Regeneration. Nach 9 Stunden und im Daemmerlicht sind wir dann endlich angekommen, zumindest fast.



Wir mussten die Nacht in einem Vorort verbringen, weil die Pendelboote zo spaet abends nicht mehr fahren. Das Dorf Nong Kiao hat nicht wirklich viel zu bieten ausser einer herrlichen Karstlandschaft mit steil aufragenden Felsen und einem idyllisch dahinfliessenden Strom.





Abends bin ich ziemlich ko und erkaeltet auf mein Bett gefallen und waere am liebsten nicht mehr aufgestanden. Aber ich hatte Mordshunger und daher habe ich mich noch einmal aufgerafft.

Den naechsten Morgen schien zunaechst die Sonne und dann hat es auf einmal angefangen, wie aus Eimern zu schuetten. Scheinbar faengt die Regenzeit doch schon frueher an.



Gegen 11 Uhr ist das erst das Boot gefahren, so dass ich mittags in Muang Ngoy angekommen bin.


Wir wollten gleich was unternehmen (Trekken, Fischen, Kayaking), aber das Nest war wie ausgestorben und alle Guides irgendwie nicht erreichbar. Super.



WIr haben dann noch einen Lokalen gefunden, der mit uns dann Fischen gegangen ist. Das war ganz lustig, wenn wir auch ganz mickrige Fischchen gefangen haben und das Fischen nicht wir selbst machen durften, sondern die EInheimischen die Netze ausgeworfen haben. Wir sassen waehrenddessen in unserem Booten und haben zugeschaut.






Abends haben wir die kleinen Fische dann gegrillt, hat natuerlich nicht gereicht fuer eine richtige Mahlzeit. Ich habe auch noch ein paar alte Bekannte aus Luang Prabang wiedergetroffen, sodass wir dann mit 10 Leuten abends schoen gegrillt und gequatscht und Bier getrunken haben.

Ich habe mich aber trotzdem entschieden, den naechsten Tag wieder zurueckzufahren, weil mir die Zeit langsam davon fliegt und ich noch soviel sehen will.

Den naechsten Morgen habe ich dann den Bus genommen, bzw. einen ueberdimensioniertes Tuk Tuk, bei dem ich dann vier Stunden auf der Pritsche im vollen Fahrtwind gesessen habe. In diesen 4 Stunden habe ich mir ueberlegt, dass ich den Rest von Laos weglasse und gleich nach Vietnam fliege.

Ich habe dann auch gluecklicherweise einen Flug am naechsten Tag bekommen. Abends war ich noch in einem piekfeinen Franzosen essen, war aber nicht so spaektakulaer. Danach noch in einer Bar vorbeigeschaut, von zwei Schwuletten angesprochen und zum Bowling ueberredet wurden, und gegen Mitternacht ins Bett gefallen.

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Mittwoch, 25. April 2007
24. und 25. April: Luang Prabang (Laos)
AAm 24. April bin ich morgens sehr frueh aufgestanden und habe mir die Kloester in Luang Prabang angeschaut. Diese alte Koenigsstadt hat mehr als 70 kleine Kloester (nicht mehr als jeweils drei vier Gebaeude) mit zum Teil sehr historischen Tempeln. Gegen 11 Uhr war ich dann durch mit 12 von diesen Klostern und das hat dann auch erst einmal gereicht.





Habe mich dann auf den beschwerlichen Weg hoch zu dem KLoster auf dem Berg gemacht. Ein traumhafter Blick und Ruhe haben mich dort begruesst. Nach 372 Stufen war das auch noetig, denn ich habe schon angefangen zu hyperventilieren bei der Hitze.






Bevor mich der Hungerast befaellt oder ich voellig dehydriert den Geist aufgebe habe ich mich danach in ein gemuetliches franzoesisches Cafe gesetzt, das schattige Plaetzchen genossen, einen herrlichen Smoothie (vielmehr drei...) getrunken, und ganz gemuetlich gefruehstueckt.





Es war herrlich, dem Trubel zuzuschauen und ganz entspannt, im Buch zu schmoekern was man noch so machen kann. Habe mir danach mal wieder ein laotische Massage beim Roten Kreuz gegoennt. Wow, die hat echt gut getan.

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Just zur info: ich habe derzeit zero handyempfang
Bin also nur ueber meine s.hahn@gmx.info Email Asresse erreichbar...

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Dienstag, 24. April 2007
22.&23. April: Fahrt auf dem Mekong nach Laos
Heute ging also die Reise auf der Mutter aller asiatischen Fluesse, dem Mekong los. Ich bin sehr frueh aufgestanden, da ich nicht mehr in der muffigen Bude schafen konnte. Zimmer ohne AC sind echt in dieser Jahreszeit ein Kraus.

Der Morgen war herrlich, ich bin ein wenig umhergezogen, habe den Sonnenaufgang gesehen und einfach die Ruhe dieses beginnenden Tages genossen. Der Mekong strahlt eine Gelassenheit aus, die sich auf mich uebertragen hat. Auf der VEranda habe ich dann den ersten Schwung Postkarten geschrieben. Wurde ja auch langsam Zeit. Heute ging also meine zweitaegige Reise auf dem Mekong los, mit einem Slow Boat ging es von Chang Khon (Thailand) nach Luang Prabang mit einem Zwischenstop (Uebernachtung in Pakbeng)



Yoh, dann ging es gegen 10 Uhr auf die Faehre ueber den Mekong, auf der anderen Uferseite liegt Laos und dann waren einige buerokratische Huerden zu ueberwinden, Tickets fuer die Bootsfahrt zu kaufen etc. Gegen 10.50 Uhr waren wir dann auf dem Boot, leider die letzten der 80 Passagiere, sod dass fuer die 8 stuendige Fahrt nur noch ein PLatz auf dem Plastikstuhl zwischen den normalen Reihen frei war.




Ich hatte mir Gott sei Dank noch ein Kissen gekauft, dass mir nun gute Dienste leistete. Die Bootstour war sehr angenehm, es ging gemaehlich voran, man hat sich unterhalten mit den anderen Travellern, Musik gehoert, Karten gespielt, ueber Reiseziele unterhalten und auch ab und zu den Landschaft bewundert. Durch den WInd und den Schatten und das kuehle Bier ist die Hitze nicht so aufgefallen.

Der Fluss ist nicht meht stark frequentiert nachdem viele Transporte ueber die Strassen kanalisiert werden. Der Wasserstand war sehr niedrig und einmal sind wir sogar steckengeblieben, nach dem eine Haltestation angelaufen worden war.

Ich habe Leute aus UK, AUstralien, Schweden, Deutschland und und und kennengelernt. Aber das sind halt alle so die vollen Sparfuchs Traveller, die machen sich ins Hemd wenn sie statt 1 Euro 2,50 Euro fuer eine Uebernachtung bezahlen muessen. Dann lassen sie lieber den Ventilator weg und gehen in jede stinkige Bude, die man sich vorstellen kann. Ich spreche ja jetzt nicht von 3 Sterne Hotels mit Klimaanlage etc. SOndern Holzhuetten, die wenn man Glueck hat, ein Moskitonetz haben und wenn dumm oder billisch laeuft, das Bad auf dem Flur ist.

Bis zu einem gewissen Grad mache ich diese Spaesschen ja mit, aber wenn einer lieber 24h im Bus sitzt und dreimal umsteigen muss nur um 50Dollar zu sparen, dass ist mir echt zu bloed und meine Zeit zu schade.

Na jedenfalls sind wir dann gegen Sonnenuntergang in Pakbeng angekommen, die anderen sind in die stickigen Kaschemmen gegangen, waehrenddessen ich mir ein etwas netteres Guesthouse ausgesucht habe. Aber zunaechst war der ANstiueg mit meinem Riesen-Rucksack zu meistern. Ich habe geschwitzt wie ein Stier und musste danach gleich erst einmal eine Dusche nehmen. Oh Mann, hat das gut getan.

Wir waren alle ziemlich kaputt nach diesen 8 Stunden und sind dann noch in kleineren Grueppchen Essen gegangen. Das Essen war echt total lecker, ich hatte natuerlich auch Mordshunger, nachdem ich mich am Tag nur mit einem Thunfischbaguette und Keksen ueber Wasser gehalten hatte.

Die Nacht war wieder ziemlich uebel, weil die Freunde den Strom um 12 Uhr nachts abschalten und danach kein Lueftchen mehr geht in dem Zimmer.





Den naechsten Morgen bin ich voller Panik aufgeschreckt, weil ich faelschlicherweise dachte, es waere schon 8.22 Uhr, das Boot sollte um 8.30 Uhr ablegen. Ich wie von einer Tarantel gestochen aufgestanden, alle Sachen in den Rucksack gefeuert und danach aus dem Zimmer gestuermt. Da merkte ich schon, dass es irgendwie noch gar nicht hell war. Es stellt sich dann heraus, dass es 6.23 Uhr war und nicht 8. ALso hatte ich noch genuegend Zeit, mir das kleine Oertchen anzusehen und ein paar Fotos zu machen, zu duschen, mir Proviant fuer den Tag zu holen und ganz entspannt einen guten Sitzplatz in dem Kahn zu reservieren.




Der zweite Tag verlief aehnlich wie der erste, alle haben ein wenig dedoest, haben gelesen, gespielt und gequatscht, bis wir dann irgendwann gegen 16.30 Uhr in Luang Prabang, der alten Koenigsstadt LAos angekommen sind.

Zunaechst ging es erst einmal auf Zimmersuche, dieses Mal auf jeden FAll mit AC!!! War auch kein Problem, da zur Zeit Nebensaison ist und die anderen eh in einer anderen Liga konkurrieren, ganz nach dem Motto wer bezaahlt am wenigsten. Abends bin ich dann durch die Stadt geschlendert, habe noch ein paar Mitreisende wieder getroffen, mit denen ich dann sehr gut und deftig laotisch essen waren. Das Essen war das BEste auf der ganzen Reise bisher.





Ich bin dann relativ frueh und ziemlich ko ins Bett gefallen und habe genossen, wie die KLimaanlage eine Gaensehaut erzeugt hat auf meiner Haut...

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Samstag, 21. April 2007
21. April: Fahrt von Chiang Mai an die Grenze zu Laos
Gestern abend war ich noch schoen aus, habe einen Italiener kennengelernt und wir sind dann noch in einen Club mit lokalem Publikum gegangen. War sehr witzig und ganz schoen lang.

Die Nacht war kurz und der Stress heute morgen dementsprechend hoch. Rucksack packen (der wird immer voller, weil ich immer wieder irgendwelche kleinen Dinge wie kurze Hosen und T-Shirts kaufe), Motorrad wegbringen.


Und dann auch noch zum Zahnarzt um die Krone einsetzen zu lassen. Es hat aber alles noch gut geklappt und die Krone sitzt wie angegossen.




Ich bin jetzt aber auch froh, dass es weitergeht und ich Chiang Mai erlassen kann. Ich wurde dann von einem Minibus um 12 Uhr abgeholt, und es ging mit 8 weiteren Insassen Richtung Norden. Die Klimaanlage in der alten Kiste hat nicht gerade super funktioniert und es war ganz schoen end in dieser alten Toyota-Kutsche.



Die anderen Mitreisenden sind meistens Englaender, die fuer 3-4 Monate oder laenger in asien bleiben. Die sind eigentlich ganz cool und ich hoffe, dass ich mit denen auch in Laos noch etwas unternehme. Die Fahrt war ziemlich anstrengend und ich konnte nicht wirklich schlafen. Der Fahrer ist auch wie ein Verrueckter durch die Schluchte geheizt, gut dass ich die meiste Zeit meine Augen zu hatte.






Nach rund 6 Stunden sind wir dann in einem kleinen Grenzdorf angekommen und das Gasthaus befindet sich genau am Mekong Fluss. Die Veranda des Restaurants ueberblickt genau den Fluss und liegt wirklich idyllisch. Bin aber ziemlich muede und werde wohl bald ins Bett gehen. Freue mich schon sehr auf die Bootsfahrt, die uns in zwei Tagen nach Luang Prabang fuehrt. Damit mein geschundener Po etwas Erholung bekommt werde ich mir noch ein Omakissen besorgen, um nicht die beiden Tage auf der Holzbank sitzen zu muessen.



Also Euch allen ein schoenes Wochenende und bis bald!

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Freitag, 20. April 2007
20. April: 6. Tag in Chiang Mai (oh Gott) und mein Geburtstag (oh Gott oh Gott...)
Tja, jetzt ist es soweit. Ich habe Geburstag, aber die Geburtstagstorte faellt dieses Jahr aus (ist sie die letzten Jahren eh…) Ja, der Tag faengt schon super an. Ich soll um 9 Uhr beim Zahnarzt sein, um die Wurzelbehandlung durchzufuehren. Ich mache mich also auf die Socken, mache vorher noch ein paar Fotos von der Stadt und nehme nur die noetigsten DInge mit (Geld und Kreditkarte).






Bin eh schon spaet dran (typisch) und komme in eine Verkehskontrolle. Klasse! Keinen Fuererschein dabei, keinen Helm auf (muss auch nicht) und dann fehlt auch noch das Nummernschild. Der Freund und Helfer nimmt mir gleich den Schluessel von der Honda weg und ich muss eigentlich gleich zm Polizeirevier und die Zeche zahlen. Wieviel? Keine Ahnung! Ich versuche ihm klarzumachen, dass ich dringend in die Klinik muss und ich nicht erst zur Bullereri mit einem Tuk Tuk fahren kann. Er meinte, dass muss ich mir halt das Motorrad auf dem Polizeiparkplatz abholen. Super! Die Tuk Tuk Fahrer stehen schon Spalier und warte wie Geier auf Ihre ohnmaechtige Beute. Werde natuerlich abgezockt und fahre dann direkt zum Zahnarzt, eine uebrigens sehr nette und professionelle Dame.



Ich erzaehle das mit der Polizei um mich fuer die VErspaetung zu entschuldigen und die ganze Crew (da laufen mindestens 6 Helferinnen fuer eine Aeeztin rum) kuemmert sich um diesen Fall, die rufen bei der Polizei an und klaren das fuer mich waehrenddessen ich geschlagene 4 Stunden auf dem Zahnarztstuhl hocke. Gegen 13.30 Uhr konnte ich dann endlich los, die Aerztin hat die Strafe auf 400 Baht (8EUR) runtergehandelt und ein Helfer bringt mich zur Polizeistation. Total lieb.

Danach habe ich mich aufs Bike geschmissen und bin noch raus aus der Stadt zum Wat Doi Pui, einer der wichtigsten buddhistischen Tempel in Chiang mit herrlicher Aussicht auf die Stadt.









Yo und jetzt sitze ich hier schon wieder viel zulange und schreibe in mein Tagebuch. Abe rich wollte unbedingt noch die Tage runterschreiben, bevor ich mich nach Laos aufmache, wo ich nicht weiss, wie das die Internetzugaenge so sind.
Also morgens geht es mit einem Minibus an die Grenze, dann zwei Tage mit einem Boot den Mekong runter bis nach Luang Prabang. Hoffentlich kann ich mich dann wieder melden. Heute abend werde ich schon (allein ) Essen gehen und danach noch einmal einen Versuch wegen Nightlife starten.



Also dann bis bald!

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19. April: Puh, 5. Tag in Chiang Mai
Wieder wache ich frueh auf, pack meine Sachen und will noch einmal einen kleinen Abstecher zu dem Fluss machen, bevor ich die 150km nach Chiang Mai in Angriff nehmen will. An dem Fluss sol les heisse Quellen geben und ein nettes Restaurant. Die heissen Quellen selbst habe ich zwar nicht gefunden, aber das Restaurant.

Es stellt sich heraus, dass es ein Spa ist, welches die heissen Quellen fuer die Pools nutzt. Kurzentschlossen gehe ich in den Pool. Oh, ist das eine herrliche Entspannung. Jetzt merke ich erst richtig, wie diese 650 km auf die Knochen gegangen sind. Ich dehne mich und lasse die Seele baumeln. Danach goenne ich mir eine 90 minuetige Thaimassage, wo die angespannten Muskeln wieder gelockert werden und ich fast einschlafe, so kaputt bin ich noch von der Tour.

Danach habe ich schoen gefruehstueckt und dann los ueber die Berge zurueck nach Chiang Mai. Es war so cool, Musik zu hoeren und MOtorrad zu fahren. Ich kam mir vor wie Steppenwolf.



Ich hatte mir zwischenzeitlich schon einen Termin bei einem Zahnarzt besorgt und musste um 3 Uhr dort sein. Die Fahrt durch die Berge dauert doch immer laenger als man denkt. Also bin ich in Chiang Mau angekommen und musste nach einem kleinen Snack auch schon wieder weiter.


Die Praxis ist sehr modern und meine Sorgen habe ich gleich von mir gestreift. Leider stellte sich heraus, dass nicht nur eine Krone gemacht werden muss, sondern dass sich eine Wurzel entzuendet hatte und wir eine Wurzelbehandlung zunaechst vornehmen mussten. Das bedeutete, dass die geplante Abreise nach Laos um einen Tag verschoben werden musste und ich am 19. und 20. April mehrere Stunden in den klimatisierten Raeumen der CM Dental Clinic verbringen sollte. Durch die Enzuendung muss ich nun auch noch ein Antibiotikum ueber drei Tage nehmen. Naja, am Abend war ich dann ziemlich geschafft, bin noch einmal ueber den NAachtmarkt gezogen und festgestellt, dass jeder Strassenverkaeufer exakt die gleichen kurzen Hosen und Jogginghosen verkauft, Hast Du einen Laden gesehen, hast Du sie alle gesehen…



Ja, kontaktmaessig sieht aufgrund meiner hohen Aktivitaet und der individuellen GEstaltung bin ich sehr wenig mit Travellern in KOntakt gekommen. Das ist der einzige Wehrmusttropfen an diesen Tagen in Chiang Mai.





Und ausserdem weiss ich, dass morgen mein Geburtstag ist, und ich dann wohl allein ohne meine Freunde meinem Geburtstag verbringe und ich mir selbst zustosse. Ausserdem frage ich mich die ganze Zeit, warum so haessliche Englaender immer so suesse Thai Maedchen dabei haben. ABer warte mal, jetzt weiss ich wieder warum…

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18. April: 4. Tag in Chiang Mai und 2. Bike-Tag
Gut geschlafen und erholt geht es kurz nach 8 Uhr weiter. Diesmal mit dem Ziel zunaechst kurz nach Mea Hong Song zu fahren und danach nach Pai weiter, dabei ein paar Abstecher zu einigen Sehenswuerdigkeiten zu machen.



Ich komme wieder an dem Kontrollpunkt vorbei, sage den Soldaten wo ich hin will und sie meinen, oh, lieber nicht, lieber gleich nach Pai, da Mae Hong Song so weit ist. Ich verstehe die Bedenken gar nicht, weil auf meiner Karte eine gutausgebaute Strasse ausgewiesen ist, die nur 50km nach MHS fuehrt. Also hoere ich auf meinen Instinkt und fahre die ausgesuchte Strecke. Kurz nach dem Dorf faengt jedoch wieder eine Sandpiste an.






Ich kaue so auf meinem Kaugummi, habe den Ipod im Ohr und auf einmal ein Zahn, bzw. ein Inlay im Mund und eine grosse Zahnluecke im BAckenzahnbereich. Das Inlay hat scheinbar die Erschuetterungen nicht ausgehalten. Leider ist genau dieser Zahn mein kritischer Punkt, eine normale Amalganfuellung kann man in dieses riesige Loch gar nicht stopfen. Also packe ich den Zahn in die Hosentasche und ueberlege mir, wo ich einen ordentlichen Zahnarzt aufsuchen kann. Zum Glueck schmerzt es nicht.

Es folgen 70km voller Gaudi mit der Ueberquerung von mindestens 7 Bergruecken und Serpentinen ohne Ende. Es macht so ein Spass die Kiste aufzuziehen und zu spueren, welche Kraft dahinter steckt und mit einer Leichtigkeit den Berg hochzuschiessen. Wieder komme ich an netten und versteckten Doerfern vorbei,

schaue hier und da mal in die Gassen und komme nach 4 oder 5 Stunden erst in Mae Hong Song an. Eigentlich dachte ich, ich koennte das in 90 Minuten packen.






Die Natur ist auch herrlich, leider ist es etwas trocken zu dieser Jahreszeit. Und die Brandrohdungen sehen echt schlimm aus.





In Mae Hong Song gibt es einen beeindruckenden Tempel auf dem Berg und eine herrliche Aussicht.



Nachdem ich ein paar Joghurts verdrueckt habe gehts weiter zu den Long-Neck Frauen und einen Wasserfall. Die Long-Neck Frauen wurden von burmesischen Widerstandskaempfer nach Thailand gebracht, um Geld durch diese Attraktion einzunehmen, Das Ganze ist dann auch ziemlich kitschig und der totale Fake. Echt abstossend.




Der Wasserfall war nicht berauschend, aber zum Kuehlen der Fuesse hat es gereicht.



Danach geht es 110 km auf einer gut ausgebauten Strasse wieder ueber mehrere Bergkaemme nach Pai. Langsam spuere ich die VErspannungen im Schulterbereich und mein Po brennt wie Hoelle. Ich stehe ab und zu auf, damit der Schmerz nachlaesst.




In Pai angekommen, muss ich erst einmal nach einer ordentlichen Bleibe suchen, werde aber schnell fuendig, Problem ist nur das die Elektriziaet ausgefallen ist und dadurch keine Lichter und kein Warmwasser zur VErfuegung steht. Egal, habe ich halt kalt geduscht. Das hat so gut getan nach dieser Wahnsinnspistenfahrt, bei der alle Sachen mit Sand durchdraengt wurden. Noch kurz einen Burger reingepfiffen, einen Drink in der sehr leeren Bar getrunken und dann todmuede, aber gluecklich ins Bett gefallen. Leider sind derzeit echt wenige Traveller unterwegs. Das stoert mich ein wenig, Ich hoffe, bei meiner Ueberfahrt nach Laos am 21. April lerne ich wieder ein paar nette Leute kennen,

PS: Schaut Euch auch einmal die Bildersektion an, da habe ich immer noch ein paar Kommentare dazugefuegt und manche Bilder extra eingestellt.

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17. April: 3. Tag CHiang Mai (1. Tag Bike Tour)
Heute startete also mein Off-the beaten track Enduro Tour in die Berge Nordthailands. Diese TAgen waren so intensiv und voller Erlebnisse, die werde ich wohl so schnell nicht vergessen. An meinem ersten Biketag sollte die Tour startend in Chiang Mai ueber das Mae Sae Valley nach Wat Chan fahren. Dabei habe ich mir die Nebenstrecken ausgesucht, um ein wenig das Land naeher kennenzulernen. De Strecke betrug rund 150km, was machbar schien.

Also los gings gleich ganz dick: Jeder der mich ein wenig besser kennt, weiss, dass ich Rollercoaster hasse und dass mir auch ab und zu bei Turblenzen im Flugzeug schlecht wird. Daher habe ich bisher in meinem Leben immer einen ganz grossen Bogen um das Bungy Jumping gemacht. Ich hatte davor so eine Angst, da oben zu stehen, runter zu schauen und genau dieses mulmige Gefuehl zu spueren, was hoch kommt, wenn sich der Magen umdreht. Aber ich wollte in diesem Urlaub ja auch mal meine Grenzen testen und Neues ausprobieren, also habe ich spontan an einem Bungy Jumping Camp im Mae sae Valley angehalten.

Der Kran ueber dem See war 50 Meter hoch. Gott sei Dank waren noch andere da, die alle wieder lebendig runter kamen ohne in dem Teich aufzuklatschen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen, den Sprung bezahlt und nach 15 Minuten war ich auch schon dran.


UNten gings noch, aber als wir dann hoch gefahren sind, hat mein Herz angefangen zu rasen und zu klopfen, ich bin ganz blass geworden und hatte die Hosen gestrichen voll. Am Schlimmsten war es dann als ich an der Kante gestanden habe.



Haetten die Leute da unten mich nicht angefeuert und waere ich mir nicht so bescheuert vorgekommen, wie so ein 6 jaehriger Hosenscheisser vom 10 Meter Brett wieder runterzufahren, waere ich wahrscheinlich nicht gesprungen. Aber so gab es kein Zurueck und ausserdem kann man die Angst bewaeltigen, in dem man genau das tut wovor man Angst hat. Mit weichen Knien und Schweisstropfen im GEsicht habe ich mich in die Tiefe gestuerzt. Ok, es sah mehr wie ein Bauchklatscher als eine Cliff-Sprung aus, aber egal, ich habs gemacht.



War ein echt super Gefuehl, aber ich muss das so schnell nicht mehr haben. Hier ein paar Ausschnitte:


Danach ging es zu der Elefantenfarm, ein bisschen Touriprogramm gehoert ja auch dazu. War schon beeindruckend wie die Riesendinger Mundarmonika spielen, Fussball kicken und malen. Aber eher etwas fuer die Familie.



Nach der Show war es schon 14.30 Uhr und ich hatte gerade mal 30 km von den anstehenden 150km geschafft. Ich also auf die Enduro geschmiessen und Vollgas gegeben. Nach 10km Serpentinen kam die erste Kreuzung und fuer mich das grosse Fragezeichen. Wo gehts lang? Ein paar freundliche Polizisten haben mir dann den Weg nach Smaoeng gezeigt, aber irgendwie hatte ich das Gefuehl, dass das nicht die STrasse war, die ich eigentlich nehmen wollte.

Jedenfalls, bin ich immer mehr in die Pampa reingefahren, von Touristen keine Spur, nur einheimische. Ich bin an ganz urspruenglichen Doerfern vorbeigekommen und habe mich irgendwie mit Handsprache nach Wat Chan durchgefragt. Die Dorfbewohner haben mir dann den Weg gezeigt, aber immer so die Augen verdreht und gesagt, es waere noch so weit.




Irgendwann (ich hatte laengst die Orientierung verloren und war auf die ANgaben der Dorfbewohner angewiesen) ging die Betonstrasse in eine Sand/Buckelpiste ueber. Ich dachte, wow, jetzt bin ich gleich da, aber die Piste zog sich ueber mehr als 60 km.



Das Gute was, dass ich die Enduro voll ausnuzten konnten und ich ueber Stock und Stein geheizt bin wie ein junger Gott. Ich habe mich auch nie hingelegt, ausser einmal, da bin ich im Sand auf einer steil abschuessigen Strecke voll ins Schwimmen geraten. Aber bin ich im Urlaub oder auf der Rallye Paris - Dakar?



Ich habe in manchen Orten einfach angehalten, freundlich gelaechelt und ein wenig mit den Einheimischen geplaudert. Es war wunderschoen, in so einer verlassenen Gegend zu sein, und irgendwie die Urspruenglichkeit zu fuehlen. Und das Heizen mit der Enduro war einfach ein Traum!









Auf der Fahrt sah man auch die vielen Brandrohdungen, die zu dieser Jahreszeit stattfinden.

Irgendwann, es wurde schon langsam schimmerig und Wat Chan war immer noch nicht in Sicht, hat es auch noch angefangen zu regnen. D.h., ich musste meine GEschwindigkeit drosseln. Voellig im Dunkeln und schon leicht panisch bin ich dann zu einem Armeekontrollpunkt angelangt und ich hatte schon befuerchtet an der burmesischen Grenze zu sein. Die jungen Soldaten waren aber total hilfsbereit und haben mir den Weg zu eine Gasthaus gezeigt.


Ausgehungert, durstig und ganz schoen kaputt bin ich dort angekommen und war so froh, gegen 8 Uhr endlich ein Bett und ein paar Ruehrerier zu bekommen. Die Huette war total sauber und schoen und ich bin gluecklich und todmuede ins Bett gefallen.

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Dienstag, 17. April 2007
15. April: 1. Tag in Chiang Mai (Thailand)
Nachdem ich gegen 10 Uhr in ChiangMai gelandet war, ging es gleich ins Guesthouse. Ich hatte mir vorgenommen, dieses mal eine etwas guenstigere Variante zu besorgen. Das sehr empfohlene Guesthouse erwies sich dann aber als dunke Spelunke mit Zimmer ohne AC. Also habe ich wieder auf die netten Haeuser zurueckgegriffen und bin in dem herrlichen und total netten Re Hibiscus untergekommen, eine Oase in dieser doch sehr hektischen Stadt.



Chiang Mai ist das zweite grosse Backpacker Zentrum nach Bangkok. Die Stadt ist nicht soo gross, aber doch unuebersichtlich und ein wenig anonym. Es werden von Chiang Mai eine Vielzahl von Touren in die Berge und die Bergvolkdoerfern Thailands angeboten. Das meiste ist jedoch Touri Nepp, wo man in ein Disnezland Dorf faehrt, zwei Minuten auf einen Elefanten reitet und dann mit 20 Mann in einem Dampfer raften geht. Ich habe mich entschlossen, die Berge und den Norden auf eigene Faust mit einer Enduro zu erkunden. Leider habe ich keine anderen Mitstreiter fuer dieses Abenteuer gefunden trotz Nachfrage be idem Motorradverleih (deutscher Abstammung).

Aber zunaechst zurueck zum ersten Tag. Der Tag ist ziemlich schnell vorueber gegangen. Ich habe mich an den Laptop hier im Hotel gesetzt, und angefangen mein Tagebuch zu schreiben. Das hat soviel Spass gemacht, dass die Zeit nur so verflogen ist. Draussen tobte eh das Sonkran Fest und ich hatte keine Lust, schon wieder glitsch nass rumzulaufen.



Ich habe mir dann noch ein Mofa besorgen lassen ( die Damen des Guesthauses sind echt total hilfsbereit) und bin dann noch raus gefahren in die Stadt. Was da los war, war unglaublich. Die Stadt voller Autos, das Wasser wurde aus den dreckigen Kanaelen gefischt und die ganze Stadt war eine einzige Party Meile. Das ganze ebbte dann gegen 17 Uhr wieder ab und ich konnte mit meinem Mofa schoen durch die Strassen cruisen und mir die Stadt ein wenig genauer anschauen.

Ich war aber ziemlich kaputt und habe mich dann erst einmal aufs Ohr gelegt. Abends bin ich dann durch die Strassen gezogen, habe mir den Nachtmarkt angeschaut und war etwas Essen. Leider habe ich in meinem Hotel noch keinen wirklich kennengelernt, weil es sehr klein ist. Das war schon ein wenig komisch. Aber der Abend wurde gekroent durch eine supergeile Bar (Riverside Bar) direct am Fluss, wo Livebands die thailaendische Jugend und mich total mit ihrer mitreissenden Musik begeistert haben. Alle haben getanzt und mitgesungen und Party gemacht. Habe mich schon lange mich nicht mehr so amuesiert in einer Bar wie an diesem Abend obwohl ich ja eigentlich ganz allein da war. Bin auch ein wenig ins Gespraech gekommen, aber ueber ein paar Nettigkeiten hinaus war nichts drin, da die Englischkenntnisse der Thais doch sehr beschraenkt sind. Bin dann etwas beschwipst mit meinem Mofa wieder zurueck zum Hotel, wobei ich mich kurz verfahren habe und im Rotlichtmilieu gelandet bin. Die Damen konnten mir aber weiterhelfen… :-); So jetzt habt ihr was zum fantasieren.

Ich mache mich jetzt los auf den Weg zu meiner Motorrad-Tour. Die Erlebnisse werde ich wohl erst in einigen Tagen ins Netz stellen koennen, da ich nicht glaube, dass die Bergvoelker Internetzugang haben… Drueckt mir die Daumen, dass ich keinen Sturz baue…

Hier noch ein Foto von meiner Maschine:Eigentlich wurden diese Fotos einen Tag spaeter geschossen, aber ich komme jetzt nicht mehr dazu, diese Stories runterzuschreiben. Nur soviel: nach 5 km stand das Motorrad erst einmal still, nachdem ich angehalten habe um nach dem Weg zu fragen. Da hatte ich schon wieder einen Panikanfall...


Aber es war alles halb so schlimm und danach war ich das erste mal in den Bergen...

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