Mittwoch, 6. Juni 2007
Dirtbike Tour Kambodscha 25-29. Mai, 3. und 4. Tag
3. und 4 Tag der Dirtbike Tour
Am nächsten Tag bin ich kaum in meine Klamotten gekommen, so sehr hat mein Schulter geschmerzt. No way,dass ich den Berg selbst runterfahren kann! Also gings auf Lis Maschine runter und meine Maschine wurde dann von den Jungs runtergefahren. Danach war die Piste sehr flach und gut, sodass ich weiterfahren konnte.






An dem Tag sind wir Richtung Koh Ker gefahren, eine abgeschiedene alte Tempelanlage im Osten Kambodschas. Die Fahrerei war halb so schlimm und wir haben sehr schöne Landschaften und kleine Dörfer gesehen und ich habe mit einigen Kindern Fotos gemacht, die fast ausgetickt sind, als sie die Bilder gleich sehen konnten. War total schön. Gegen späten Nachmittag sind wir dann in unserem Gasthaus angekommen und nach einem Bier ging es dann auch schon wieder ins Bett.






Am nächsten Morgen haben wir uns dann Koh Ker angeschaut, keine Menschenseele ausser uns weit und breit. Echt Wahnsinn. Habe mich gefühlt wie ein Entdecker. Danach ging es weiter nach Beng Melea, einer erst in 2004 dem Dschungel entrissenen Tempelanlage. Sah aus wie ein Tempel nach einem jahrhundertelangem Dornröschenschlaf. Unglaublich beeindruckend.





Am Nachmittag sind wir dann noch zu dem grossen Ponle See gefahren, wo ein Floating Village viele Besucher anzieht. Als wir dort ankamen, fing es an aus allen Kanälen zu regnen und ich wurde ziemlich nass in meinem gecharterten Boot. Aber es war beeindruckend zu sehen, wie die Menschen auf diesem See leben und arbeiten.







Als ich zurück kam mit meinem Boot war der regen nicht weniger geworden und wir mussten in Dauerregen die letzten 15km zurücklegen, mit Schlammboden und Spritzwasser. Als wir in Siem Reap ankamen war das wasser auf den Strassen kniehoch und ich hatte Angst, dass meine Maschine gleich absäuft. Aber alles ist gut gegangen und wir sind dann gegen 5 Uhr angekommen.



Nach dem ich die Motorradklamotten ausgezogen hatte und ein letzten Tee mit den Jungs getrunken hatte, bin ich in meine Nobelherberge gefahren und habe mich erst einmal aufs Ohr gelegt. Die Schmerzen sind aber nicht weniger geworden und ich habe mich dann in das brandneue Hospital bringen lassen, um zu checken, was mit meinem Arm und Schulter los ist. Die ganze Diagnose mit Röntgen etc hat mehr als zwei Stunden gedauert und das Resultat war ziemlich erschütternd. Ich habe zwei kleine Frakturen am Oberarm und am Ellenbogen und mir wurde eine Schlaufe um den Arm gelegt, damit ich die nächsten Wochen den Arm ruhen lassen kann. Das hatte ich natürlich nicht erwartet und das hat mich erst einmal runtergezogen. Aber ich hatte Glück im Unglück denn es hätte ja auch viel schlimmer sein können.



Die nächsten zwei Tage habe ich meine wunden gelegt, mich in meinem herrlichen Hotel ausgeruht und überlegt, was ich machen soll. Eigentlich wollte ich ja noch nach Malaysia auf eine herrliche Insel mit glasklaren Wasser und traumhaften Strand. Aber das machte mit dem verletzten Arm keinen Sinn. Also habe ich mich entschieden, noch einen Zwischenstop in Phnom Penh einzulegen und danach nach Hause zu fliegen.

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