Mittwoch, 30. Mai 2007
21.-24. Mai: Siem Reap und Angkor Wat und 1000 andere Tempel
Gleich nach Ankunft in Siem Reap und vor Sonnenuntergang habe ich mich ins Taxi gesetzt und bin direkt zu dem Berg gefahren, auf dem ein Tempel ragt mit herrlichen Blick ueber Angkor Wat und die umliegenden Dschungelgebiete. Das Wetter war herrlich, Sonnenschein und klarer Himmel. Als ich unten am Berg angekommen bin, gab es leider das Problem, dass mich die Security nicht mehr hoch lassen wollte weil es schon nach 5 pm war. Ich bin fast verzweifelt und nach ein paar Minuten Diskussionen habe ich mich dann an dem Wachpersonal vorbeigeschlichen, die gerade mit dem Frust anderer Besucher beschaeftigt waren. Dann bin ich hochgewetzt um den Sonnenuntergang noch zu sehen, voellig fertig oben angelangt (nach 10 min) konnte ich nur noch die Schatten ueber dem Dschungel sehen, denn die SOnne hatte sich hinter Wolken verzogen! Sehr schade!


Abends war ich dann noch in einem sehr netten Lokal essen, mit Terrasse und Blick ueber die Stadt.
Ich hatte mir auch noch einen Fuehrer und Fahrer fuer den naechsten Tag besorgt.



Leider konnte der Fuehrer (Mr. Som Sok) erst gegen 7.30 Uhr am naechsten Tag, so dass ich den Sunrise ueber Angkor Wat am ersten Tag nicht sehen konnte. Aber Som war echt super, er hat mir die Tempel immer zu den Zeitpunkten gezeigt und die Ecken ausfindig gemacht, die nicht so ueberlaufen sind. Wir haben uns zunaechst Angkor Wat angeschaut, der groesste Tempel in Siem Reap. Es war sehr beeindruckend, obwohl ich es mir noch grosser vorgestellt hatte.






Danach ging es nach Da Tohm, ein Tempel, der vom Dschungel buchstaeblich vereinnahmt wurde und wo die Baeume aus den Waenden des Tempels spriessen. Hier wurde auch der Tomb Raider Film gedreht. Unglaublich zu sehen, wie so riesige Tempel im Laufe der Zeit einfach so vom Dschungel verschluckt werden. Jedes Mal, wenn wir aus dem Tempel zurueck kamen, gab es kaltes Wasser und Erfrischungstuecher. Habe mich gefuehlt wie ein Luxusurlauber… Zur Mittagszeit hat es dann geregnet wie aus Kuebeln und wir haben die eigentlich vorgesehene Ballongfahrt abgesagt. Dafuer sind wir zu einem Tempel etwas abseoits von SIem Reap gefahren.



Dieser Tempel, Bentea Srei, hat mich besonders durch den wunderschoenen rotten Sandstein beeindruckt, die feinen Gravuren und Bildhauereien in den Waenden und Tueren der einzelnen Tempel. Unglaublich, dass diese Tempel fuer fast 600 Jahre im Dschungel vergessen geschlummert haben.


Am spaeten Nachmittag sind wir dann noch auf den Berg geklettert, um die Spaetsonne auf Angkor Wat scheinen zu sehen. Danach ging es zurueck zu Angkor Wat und ich habe noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang gemacht. Dieser Tag war vollgepackt und ziemlich erschoepft bin ich im Hotel angekommen. Nach einem Dinner im meinem Stammlokal gings auch schon ab ins Bett.



Fuer den naechsten Tag hatte ich mir vorgenommen, etwas Geld zu sparen und den Luxus von Wagen und Fuehrer wegzulassen. Also habe ich mir ein Tuk Tuk und ein Fahrrad ausgeliehen und wollte radeln am zweiten Tag weitere Tempel erkunden. Ich bin sehr sehr frueh aufgestanden (gegen 4.40 Uhr) um den Sonnenaufgang bei Angkor Wat zu sehen. Und das hat sich wirklich gelohnt, denn der Sonnenaufgang war einfach unwerfend schoen. Ich habe herrliche Fotos geschossen und mit einem tollen Gluecksgefuehl bin ich gleich weiter zu den naechsten Tempel mit meinem Fahrrad gefahren. In Siem Reap gibt es bestimmt 20 verschiedene Tempelanlagen, die von verschiedenen Herrschern des Khmer Reiches in den Jahrhunderten zwischen 950 und 1400 erschaffen wurden. Jeder dieser Herrscher wollte seinen Vorgaenger uebertreffen und daher findet man hier eine solche Vielzahl von wunderbaren Tempelanlagen. Man muss schon genau wissen, was man wann sehen will, um nicht verloren zu gehen. Ich bin dann nach Angkor Thom gefahren, der groessten Stadt des Khmer Reiches mit dem Bayon Tempel im Zentrum der Anlage.


Der Bayon Tempel hat mehr als 40 Tuerme mit grossen Gesichter in den Sandstein gemeisselt. Unglaublich, wenn man die Vielzahl dieser in Stein gemeisselten Gesichter sieht. Ausserdem sind in diesem Tempel in den Gallerien eine Vielzahl von Reliefs enthalten, die die Geschichte des Khmer Reiches und die Kaempfe gegen die Cham und Thai Koenigreiche erzaehlen.


Es war schon ziemlich heiss und ich bin die Tuerme hoch und runter geklettert. Um etwas weniger Balast mitzuschleppen, habe ich meinen Rucksack mit Wasser etc. kurz auf der Treppe verstaut. Als ich nach 3 Minuten wiederkam, bekam ich einen Riesenschreck, denn der Rucksack war weg!!!


Wie wild bin ich dann umhergelaufen, habe mit den Security Leuten gesprochen und alle Ecken durchsucht, aber der Rucksack blieb verschwunden. Ich habe mich darueber total geaergert, wie ihr Euch vorstellen koennt, denn im Rucksack hatte ich die Memorycard mit den herrlichen Sunrise Bilder verstaut. Ausserdem war mein ipod nun auch weg. So ein Mist, 20 USD gespart, dafuer aber meine besten Fotos los. Voellig sauer bin ich erst einmal in der Mittagshitze zurueck zum Hotel geradelt. Das ganz liebe Personal hier in meinem Hotel hat gleich die Polizei verstaendigt, aber es kam dabei natuerlich nichts raus. Nach zwei erholsamen Stunden im Bett bin ich dann noch einmal zurueck zu den Tempelanlagen und ein letztes Mal auf den Berg gestiegen, um den Sonnenuntergang ganz zu sehen. Es war traumhaft, da sich die Sonne unter einer dunklen Wolkenschicht zeigte und gleichzeitig die Sonne und Regenguesse zu sehen waren.



Am naechsten Morgen habe ich dann noch ein paar andere Tempel angeschaut und bin etwas aus Siem Reap rausgefahren mit meinem Tuk Tuk Fahrer, um in das Flussbett gemeisselte Reliefs zu sehen. Aber die lange Anfahrt und der steile Anstieg zum Fluss haben sich nicht wirklich gelohnt. Nachmittags habe ich dann noch ein wenig relaxed, habe mit Hidden Cambodia meine Dirt Bike Tour besprochen und bin ein wenig durch sie Strassen geschlendert. Abends habe ich dann noch mit einem amerikanischen Paaerchen, welches ich in Laos kennen gelernt hatte, ziemlich lange zusammengesessen und wir haben unserer Erfahrungen ausgetauscht. Aber nach drei Tagen hatte ich auch erst einmal genug von Tempeln und ich habe mich total auf den Trip in den Norden von Kambodscha gefreut, den ich auf einer 250 ccm Enduro Honda und mit zwei Begeleitern am naechsten Morgen beginnen wuerde…

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