Donnerstag, 17. Mai 2007
14. und 15. Mai Mui Ne Vietnam
Nach den Party und Actiontagen in Nha Trang wollte ich endlich auch die Ruhe und einen einsamen Strand geniessen, an dem ich einfach lesen kann, mit dem Rauschen der Wellen im Hintergrund und einem tuerkisfarbenen Meer. Alles das findet man in Mui Ne, suedlich von Nha Trang ca. 3 Autostunden von Saigon entfernt. Eigentlich wollte ich ja nach Dalat in die Berge fahren, aber das Wetter war mir einfach zu unbestaendig und ich hatte keine Lust, jeden Tag klitschnass auf einem Mofa zu hocken und mit einer Lungenentzuendung nach Hause zu kommen. Da Mui Ne auch noch ein ganz spezifisches, auf die grossen Sandduenen zurueckzufuehrendes, Mikroklima besitzt, was den Reisefuehrern zufolge Sonnenschein und Wind garantiert, habe ich mich kurzentschlossen morgens in den Bus gesetzt und bin aus dem mit Platzregen nur so umsichschlagenden Nha Trang gefluechtet.

Die Busfahrt hat wie ueblich laenger gedauert als erwartet und natuerlich wurden wir zunaechst zu einem entlegenen Restaurant bugsiert, damit der Touroperator auch den letzten Cent oder Dong Profit rausquetschen kann. Ich habe mir dann ein Moto genommen und bin zu einigen netten Resorts gefahren, weil ich nach 6 Wochen endlich mal mehr bezahlen und bekommen wollte als ein 15 Dollar Hotel. Habe einen guten Tip von einem Kite Surf Typen aus Frankreich bekommen und bin dann im Cocobeach Resort eingecheckt, ein sehr schoenes Resort mit herrlichem Strandabschnitt, wunderschoenen mit Holz getaeffelten Bungalows und Klasse Service und Strandrestaurant.

Ich hatte ein wenig Angst in dieser romantischen Idylle nur mit mir und meinem besten Freund den ipod die tage verbringen zu muessen. Aber gluecklicherweise habe ich am ersten Tag gleich als ich angekommen war in dem angrenzenden Strandrestaurant Eva und Mike entdeckt, die ich bereits in Sapa kennengelernt hatte und die dort oben in den Bergen einen Hoellenritt beschritten haben und den hoechsten Berg Vietnams bestiegen hatten. Aber eigentlich haben sie mich entdeckt, denn ich habe ja neben meiner Uhr auch meine Brille zuhause gelassen… Jedenfalls haben die zwei in Sapa echt ein hartes Programm durchgezogen, waehrend wir uns von Mopeds den Berg wieder hochfahren lassen haben, nachdem wir gemuetlich ins Tal geschlendet sind.

Jetzt aber wieder zurueck zu Mui Ne. Wir sind dann ins Quatschen gekommen und haben dann angefangen, Beachvolleyball zu spielen. Da an diesem Strand auf 100 Strandmeter hoechstens 14 Menschen zu sehen waren, war es ziemlich schwer zwei Mannschaften zusammenzustellen. Wir haben dann aber die Bediensteten des Cocobeach Resorts verhaftet (musste erst mit der Rezeption sprechen) und haben dann jeden einigermassen fit aussehenden Strandbesucher, der bei uns vorbeilief angequatscht, ob sie nicht mitspielen wollen. Dadurch haben wir dann auch Uwe und Alex kennengelernt. Alex ist Amerikaner und wohnt in LA. Uwe war sein Wohngenosse, als beide noch in Aspen/Colorado gewohnt haben. Uwe ist Snowboardtainer und macht so ungefaher jeden coolen Sport, den es so gibt auf der Welt. Er hat wirklich das geschaftt, was die wenigsten hinbekommen, naemlich mit den Dingen das Geld zu verdienen, mit denen man am meisten Spass hat. Die beiden waren austrainiert, konnten entsprechende Strandbraeunung aufweisen und waren ziemlich cool drauf. Hat echt super viel Spass gemacht und wir haben dann bis Sonnenuntergang gespielt und danach sind wir in das nicht so wirklich erfrischende Meer gesprungen. Das Wasser war fast genauso warm wie die Luft. Da wir uns so gut verstanden haben und wir irgendwie alle keine Lust hatten, allein essen zu gehen, haben wir uns dann gleich zum Dinner verabredet.

Mike und Eva hatten einen Super-Tip und wir sind dann in ein Restaurant gegangen, die frisch gefangen Hummer, Tintenfisch, Riesengarnelen etc. am Grill zubereiten und eine nach Wunsch zusammengestellte Sauce zaubern. Ich habe es richtig knallen lassen und neben einem ordentlichen Hummer auch noch Tiger Prawns bestellt und danach ein Banana Flambee gegessen mit extra viel Vanille Eis. Wow, das war echt super lecker und sicherlich einer meiner kulinarischen Hoehepunkte auf der Reise. Es war so super, dass wir die naechsten Tage wieder in das gleiche Lokal gegangen sind.

Nach dem Besuch des kulinarischen Genusstempels sind wir dann noch in einer Bar versackt und Alex hat uns allen mal gezeigt, wie Billard wirklich geht. Habe ganz schoen alt ausgesehen. Naja, dafuer spiele ich ein wenig besser Beachvolleyball… Aber alles in allem ziemlich tote Hose in dem Nest, da a) Nebensaison und b) eher eine versteckter Ort, der noch nicht ganz von der Touriwelle ueberschwemmt wurde.


Bin dann in mein frisch gemachtes und mit weissen Bettlaken verziertes Kingsize Bettchen gestiegen und bin mit Meeresrauschen im Hintergrund eingeschlafen…

Den naechsten Tag ging es dann in die Duenen und wir hatten Riesenspass mit dem Jeep und den Plastikuntersetzernm mit denen wir dann die Duenen runtergesaust sind.


Nachmittags haben wir dann noch ein wenig am Strand relaxed und sind abends gemeinsam Essen gegangen. Ein herrlicher Tag!


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