Freitag, 20. April 2007
17. April: 3. Tag CHiang Mai (1. Tag Bike Tour)
hahnst, 05:44h
Heute startete also mein Off-the beaten track Enduro Tour in die Berge Nordthailands. Diese TAgen waren so intensiv und voller Erlebnisse, die werde ich wohl so schnell nicht vergessen. An meinem ersten Biketag sollte die Tour startend in Chiang Mai ueber das Mae Sae Valley nach Wat Chan fahren. Dabei habe ich mir die Nebenstrecken ausgesucht, um ein wenig das Land naeher kennenzulernen. De Strecke betrug rund 150km, was machbar schien.
Also los gings gleich ganz dick: Jeder der mich ein wenig besser kennt, weiss, dass ich Rollercoaster hasse und dass mir auch ab und zu bei Turblenzen im Flugzeug schlecht wird. Daher habe ich bisher in meinem Leben immer einen ganz grossen Bogen um das Bungy Jumping gemacht. Ich hatte davor so eine Angst, da oben zu stehen, runter zu schauen und genau dieses mulmige Gefuehl zu spueren, was hoch kommt, wenn sich der Magen umdreht. Aber ich wollte in diesem Urlaub ja auch mal meine Grenzen testen und Neues ausprobieren, also habe ich spontan an einem Bungy Jumping Camp im Mae sae Valley angehalten.
Der Kran ueber dem See war 50 Meter hoch. Gott sei Dank waren noch andere da, die alle wieder lebendig runter kamen ohne in dem Teich aufzuklatschen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen, den Sprung bezahlt und nach 15 Minuten war ich auch schon dran.

UNten gings noch, aber als wir dann hoch gefahren sind, hat mein Herz angefangen zu rasen und zu klopfen, ich bin ganz blass geworden und hatte die Hosen gestrichen voll. Am Schlimmsten war es dann als ich an der Kante gestanden habe.

Haetten die Leute da unten mich nicht angefeuert und waere ich mir nicht so bescheuert vorgekommen, wie so ein 6 jaehriger Hosenscheisser vom 10 Meter Brett wieder runterzufahren, waere ich wahrscheinlich nicht gesprungen. Aber so gab es kein Zurueck und ausserdem kann man die Angst bewaeltigen, in dem man genau das tut wovor man Angst hat. Mit weichen Knien und Schweisstropfen im GEsicht habe ich mich in die Tiefe gestuerzt. Ok, es sah mehr wie ein Bauchklatscher als eine Cliff-Sprung aus, aber egal, ich habs gemacht.

War ein echt super Gefuehl, aber ich muss das so schnell nicht mehr haben. Hier ein paar Ausschnitte:
Danach ging es zu der Elefantenfarm, ein bisschen Touriprogramm gehoert ja auch dazu. War schon beeindruckend wie die Riesendinger Mundarmonika spielen, Fussball kicken und malen. Aber eher etwas fuer die Familie.

Nach der Show war es schon 14.30 Uhr und ich hatte gerade mal 30 km von den anstehenden 150km geschafft. Ich also auf die Enduro geschmiessen und Vollgas gegeben. Nach 10km Serpentinen kam die erste Kreuzung und fuer mich das grosse Fragezeichen. Wo gehts lang? Ein paar freundliche Polizisten haben mir dann den Weg nach Smaoeng gezeigt, aber irgendwie hatte ich das Gefuehl, dass das nicht die STrasse war, die ich eigentlich nehmen wollte.
Jedenfalls, bin ich immer mehr in die Pampa reingefahren, von Touristen keine Spur, nur einheimische. Ich bin an ganz urspruenglichen Doerfern vorbeigekommen und habe mich irgendwie mit Handsprache nach Wat Chan durchgefragt. Die Dorfbewohner haben mir dann den Weg gezeigt, aber immer so die Augen verdreht und gesagt, es waere noch so weit.

Irgendwann (ich hatte laengst die Orientierung verloren und war auf die ANgaben der Dorfbewohner angewiesen) ging die Betonstrasse in eine Sand/Buckelpiste ueber. Ich dachte, wow, jetzt bin ich gleich da, aber die Piste zog sich ueber mehr als 60 km.

Das Gute was, dass ich die Enduro voll ausnuzten konnten und ich ueber Stock und Stein geheizt bin wie ein junger Gott. Ich habe mich auch nie hingelegt, ausser einmal, da bin ich im Sand auf einer steil abschuessigen Strecke voll ins Schwimmen geraten. Aber bin ich im Urlaub oder auf der Rallye Paris - Dakar?

Ich habe in manchen Orten einfach angehalten, freundlich gelaechelt und ein wenig mit den Einheimischen geplaudert. Es war wunderschoen, in so einer verlassenen Gegend zu sein, und irgendwie die Urspruenglichkeit zu fuehlen. Und das Heizen mit der Enduro war einfach ein Traum!
Auf der Fahrt sah man auch die vielen Brandrohdungen, die zu dieser Jahreszeit stattfinden.
Irgendwann, es wurde schon langsam schimmerig und Wat Chan war immer noch nicht in Sicht, hat es auch noch angefangen zu regnen. D.h., ich musste meine GEschwindigkeit drosseln. Voellig im Dunkeln und schon leicht panisch bin ich dann zu einem Armeekontrollpunkt angelangt und ich hatte schon befuerchtet an der burmesischen Grenze zu sein. Die jungen Soldaten waren aber total hilfsbereit und haben mir den Weg zu eine Gasthaus gezeigt.
Ausgehungert, durstig und ganz schoen kaputt bin ich dort angekommen und war so froh, gegen 8 Uhr endlich ein Bett und ein paar Ruehrerier zu bekommen. Die Huette war total sauber und schoen und ich bin gluecklich und todmuede ins Bett gefallen.

Also los gings gleich ganz dick: Jeder der mich ein wenig besser kennt, weiss, dass ich Rollercoaster hasse und dass mir auch ab und zu bei Turblenzen im Flugzeug schlecht wird. Daher habe ich bisher in meinem Leben immer einen ganz grossen Bogen um das Bungy Jumping gemacht. Ich hatte davor so eine Angst, da oben zu stehen, runter zu schauen und genau dieses mulmige Gefuehl zu spueren, was hoch kommt, wenn sich der Magen umdreht. Aber ich wollte in diesem Urlaub ja auch mal meine Grenzen testen und Neues ausprobieren, also habe ich spontan an einem Bungy Jumping Camp im Mae sae Valley angehalten.
Der Kran ueber dem See war 50 Meter hoch. Gott sei Dank waren noch andere da, die alle wieder lebendig runter kamen ohne in dem Teich aufzuklatschen. Ich habe all meinen Mut zusammengenommen, den Sprung bezahlt und nach 15 Minuten war ich auch schon dran.

UNten gings noch, aber als wir dann hoch gefahren sind, hat mein Herz angefangen zu rasen und zu klopfen, ich bin ganz blass geworden und hatte die Hosen gestrichen voll. Am Schlimmsten war es dann als ich an der Kante gestanden habe.

Haetten die Leute da unten mich nicht angefeuert und waere ich mir nicht so bescheuert vorgekommen, wie so ein 6 jaehriger Hosenscheisser vom 10 Meter Brett wieder runterzufahren, waere ich wahrscheinlich nicht gesprungen. Aber so gab es kein Zurueck und ausserdem kann man die Angst bewaeltigen, in dem man genau das tut wovor man Angst hat. Mit weichen Knien und Schweisstropfen im GEsicht habe ich mich in die Tiefe gestuerzt. Ok, es sah mehr wie ein Bauchklatscher als eine Cliff-Sprung aus, aber egal, ich habs gemacht.

War ein echt super Gefuehl, aber ich muss das so schnell nicht mehr haben. Hier ein paar Ausschnitte:
Danach ging es zu der Elefantenfarm, ein bisschen Touriprogramm gehoert ja auch dazu. War schon beeindruckend wie die Riesendinger Mundarmonika spielen, Fussball kicken und malen. Aber eher etwas fuer die Familie.

Nach der Show war es schon 14.30 Uhr und ich hatte gerade mal 30 km von den anstehenden 150km geschafft. Ich also auf die Enduro geschmiessen und Vollgas gegeben. Nach 10km Serpentinen kam die erste Kreuzung und fuer mich das grosse Fragezeichen. Wo gehts lang? Ein paar freundliche Polizisten haben mir dann den Weg nach Smaoeng gezeigt, aber irgendwie hatte ich das Gefuehl, dass das nicht die STrasse war, die ich eigentlich nehmen wollte.
Jedenfalls, bin ich immer mehr in die Pampa reingefahren, von Touristen keine Spur, nur einheimische. Ich bin an ganz urspruenglichen Doerfern vorbeigekommen und habe mich irgendwie mit Handsprache nach Wat Chan durchgefragt. Die Dorfbewohner haben mir dann den Weg gezeigt, aber immer so die Augen verdreht und gesagt, es waere noch so weit.

Irgendwann (ich hatte laengst die Orientierung verloren und war auf die ANgaben der Dorfbewohner angewiesen) ging die Betonstrasse in eine Sand/Buckelpiste ueber. Ich dachte, wow, jetzt bin ich gleich da, aber die Piste zog sich ueber mehr als 60 km.

Das Gute was, dass ich die Enduro voll ausnuzten konnten und ich ueber Stock und Stein geheizt bin wie ein junger Gott. Ich habe mich auch nie hingelegt, ausser einmal, da bin ich im Sand auf einer steil abschuessigen Strecke voll ins Schwimmen geraten. Aber bin ich im Urlaub oder auf der Rallye Paris - Dakar?

Ich habe in manchen Orten einfach angehalten, freundlich gelaechelt und ein wenig mit den Einheimischen geplaudert. Es war wunderschoen, in so einer verlassenen Gegend zu sein, und irgendwie die Urspruenglichkeit zu fuehlen. Und das Heizen mit der Enduro war einfach ein Traum!
Auf der Fahrt sah man auch die vielen Brandrohdungen, die zu dieser Jahreszeit stattfinden.
Irgendwann, es wurde schon langsam schimmerig und Wat Chan war immer noch nicht in Sicht, hat es auch noch angefangen zu regnen. D.h., ich musste meine GEschwindigkeit drosseln. Voellig im Dunkeln und schon leicht panisch bin ich dann zu einem Armeekontrollpunkt angelangt und ich hatte schon befuerchtet an der burmesischen Grenze zu sein. Die jungen Soldaten waren aber total hilfsbereit und haben mir den Weg zu eine Gasthaus gezeigt.
Ausgehungert, durstig und ganz schoen kaputt bin ich dort angekommen und war so froh, gegen 8 Uhr endlich ein Bett und ein paar Ruehrerier zu bekommen. Die Huette war total sauber und schoen und ich bin gluecklich und todmuede ins Bett gefallen.
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